Lauf weiter, einfach immer weiter Ein Fuß vor den ander'n Schritt für Schritt, blick nicht zurück, einfach weiter Kein Links, kein Rechts, nur noch vorne, durch die Nacht und durch die Dornen immer weiter, bis zum Morgen Durch den Regen, durch die Kälte, durch die Hitze, durch die Hölle Durch den Schmerz und durch die Einsamkeit, durch alles, was dich quält Denn alles, was du je getan hast, brachte dich genau hier her Und der einzige Weg raus ist tiefer rein, ein tiefer Stich mitten ins Herz Lauf weiter, einfach immer weiter Lauf so weit, dich deine Füße tragen und dann lauf noch weiter Atme weiter, grab weiter, kletter' weiter, schlepp dich weiter Denken kostet zu viel Kraft, lass es sein und tu es einfach Lauf weiter, lauf, lauf, lauf, lauf Gib nicht auf, sondern lauf Kein Mitleid, kein Klagen, wenn du fällst, dann stehst du auf Lauf einfach, lauf weiter, lauf schneller, lauf länger Lauf, lauf bis zur Erschöpfung und lauf über jede Grenze Du musst laufen Nicht davon, sondern drauf zu Heldentum heißt, es zu tun ohne zu wissen, was man tut Ohne zu wissen, ob es klappt, ob es sich lohnt, ohne Aussicht auf den Ruhm Kein Lohn zu erwarten für die Pflicht, nicht deinem Namen Du musst laufen, wie das Wasser in den Flüssen Ohne Pause, klar und kalt und rein, wie der Regen von den Klippen Du musst laufen, denn so ist der Lauf der Dinge Lauf so lang, bis du vergessen hast, wo's hingeht Und dann lauf in Richtung Himmel Frieden ist der Zeitraum zwischen Abdrücken und nachladen Hörst du die Engel sing'n, schießt du nicht schnell genug Die Glocken schlagen, laufen durch den Graben, über schmale roten Linien Tränen laufen über Wangen und das Blut läuft aus dem Stiefeln Du musst laufen, alles andere verblasst Laufen, bis du nicht mehr kannst, laufen ohne Rast, lauf nackt, wirf alles ab Aber lauf, bis laufen alles ist, was du noch bist Es gibt kein Happy End, weil es keine Ende gibt Lauf weiter