Neuer Wagen, Nappaledersitze Biege rechts ab in Richtung Oberbaumbrücke Seh diesen Jungen, circa zwölf, da am Straßenrand Mit großen, leuchtenden Augen starrt er mein Auto an Erkenn das gleiche Leuchten, das ich hatte als ich elf war Gleiche Wünsche, gleiche Träume, seh in seinem Blick mich selber Das Verlangen es zu schaffen, dieser Hunger nach Erfolg So getrieben, meine Ziele schon in jungen Jahren verfolgt Oh, jetzt bin ich älter und kenn auch die andere Seite Weiß für dieses Leben, was er haben will, zahlt man andere Preise Kann es gut verstehen, das Verlangen, das du hast Glaub mir, dieses Leben ist anders, als gedacht Jetzt hab ich alles, was ich mir gewünscht hab Doch ich musste dabei lernen, es ist nicht alles Gold, was glitzert Erfolg macht Menschen anders um dich, nicht mehr, wie sie waren Viele gingen, die nie mehr kamen, neue Leute, viele Namen, oh Immer funktionieren müssen Eben erst zuhause angekommen und schon wieder flüchten Keine Zeit für die Familie, bricht mir echt das Herz Hotelzimmer mein Zuhause, kenn mein eigenes Bett nicht mehr Gerade Streit mit meiner Freundin, aber Lächeln für ein Pic Ja, ich liebe meine Fans, doch ich sag es, wie es ist Für mich selber keinen Raum, Wechselbad von Gefühlen Keine Zeit sie zu verdauen - nie privat, nie anonym Steh noch an der roten Ampel und der Junge noch am Straßenrand Merk, ich denk die ganze Zeit schon nach, was ich ihm sagen kann Kann es gut verstehen, das Verlangen, das du hast Glaub mir, dieses Leben, es ist anders, als gedacht, ja